MRT

Magnetresonanz-Tomographie
(MRT, Kernspintomographie)

1. Allgemeines und Strahlenschutz
2. Patienteninformation
3. Prinzip der Bildgebung
4. Indikationen zur MRT-Diagnostik
5. Einzelne Untersuchungen
6. Fragebogen

1. Allgemeines

Befundung von MRT-Bildern

Uns steht ein modernes Gerät der Firma General Electrics zur Verfügung. Es handelt sich um ein 1,5 Tesla-Hochfeld-MRT-Gerät.

Die MRT liefert hochwertige anatomiegerechte Bilder einzelner Organe oder Körperregionen. Mit diesen Bildern lassen sich in vielen Fällen Ort und Ausdehnung einer Erkrankung wesentlich deutlicher erfassen als mit herkömmlichen Untersuchungsmethoden.

Für die Untersuchung liegt der Patient oder die Patientin in der „Röhre“ des MRT-Gerätes. Ein starkes Magnetfeld regt die Wasserstoffkerne im Körper an. Radiowellen werden erzeugt. Das MRT-Gerät empfängt diese Informationen und setzt sie mit Hilfe eines aufwendigen Computerprogramms in Bilder um. Ihr Arzt kann diese Bilder interpretieren und Krankheiten erkennen.

Es werden keine Röntgenstrahlen eingesetzt. Schädigende Wirkungen der MRT auf den menschlichen Körper sind nicht bekannt.

2. Patienteninformationen

Wenn Sie keine Metallobjekte in Ihrem Körper, insbesondere keinen Herzschrittmacher tragen und alle Metallgegenstände vor der Untersuchung abgelegt haben, ist die MR-Untersuchung nach heutiger Kenntnis ungefährlich.

ACHTUNG: LEBENSGEFAHR FÜR HERZSCHRITTMACHER-PATIENTENINNEN UND PATIENTEN!

Es werden keine Röntgenstahlen verwandt!

Möglicherweise ist es bei Ihnen notwendig, ein so genanntes paramagnetisches „Kontrastmittel“ anzuwenden. Es wird intravenöse gegeben. Bitte geben Sie an, ob Sie Allergiker sind.

Um die diagnostisch wertvolle MR-Untersuchung für Sie zum Erfolg zu bringen, müssen Sie mitarbeiten. Das heißt, dass Sie während der Messzeit unbedingt ruhig liegen. Jede Bewegung stört das Bild bzw. verlängert die Untersuchung erheblich. Wir können eine Bildstörung durch Bewegung erst am Ende der Untersuchung erkennen!

Bitte haben Sie keine Angst vor dem großen Magneten! Er ist ungefährlich! Wenn Sie an Platzangst leiden, bitte sagen Sie es uns rechtzeitig!

Vor Betreten des Untersuchungsraumes müssen alle metallischen Gegenstände in der Kabine abgelegt werden. Hierzu gehören Schmuck, Geld, Schlüssel, Brillen, Sicherheitsnadeln, Kugelschreiber, BH, Korsettagen, Taschenmesser und Haarschmuck bzw. Perücken. Auch das Telefon und Kreditkarten dürfen nicht mit in den Untersuchungsraum; diese würden sofort gelöscht werden.

 3. Prinzip der Bildgebung

Durch ein starkes Magnetfeld werden die Wasserstoffkerne des menschlichen Körpers in die Lage versetzt als Radioempfänger und Radiosender zu fungieren. Es entsteht ein Bild der Wasserstoffkernverteilung. Der Kontrast ist abhängig von der Konzentration und den Bindungsverhältnissen des Wasserstoffs. Er läßt sich durch geeignete Wahl der Untersuchungsparameter für die jeweilige Fragestellung / Untersuchung optimieren. Aus diesem Grunde ist eine präzise Fragestellung sehr von Vorteil.
Neben allen Weichteilen sind auch Knochen gut darstellbar. Die gesunde Kortikalis (Knochengewebe) gibt kein Signal und bildet sich schwarz ab (hoher Calciumgehalt, kaum Wasserstoff). Das gesunde Knochenmark enthält relativ viel Wasserstoff und ist daher signalgebend. Fettmark und blutbildendes Mark stellen sich wegen der verschiedenartigen Bindungverhältnisse des Wasserstoffs mit unterschiedlichem Kontrast dar.

Eine Einblutung bei z.B. einer Fraktur oder eine tumoröse Infiltration sind deutlich erkennbar. Es lassen sich kleine frische Knochenverletzungen deutlicher als im Röntgen erkennen.

4. Indikationen zur MRT-Diagnostik

  • Neurologische Diagnostik (z.B. Tumorsuche, Kopfschmerzdiagnostik, Infarktdiagnostik)– HNO Diagnostik (Tumorsuche, NNH Diagnostik)
  • Onkologische Diagnostik – alle Körperregionen inclusive MR-Mammographie und Ganzkörper-MRT
  • Entzündingsdiagnostik (Abszeß, Phlegmone) – alle Körperregionen
  • Arterielle Verschlußkrankheit (hirnzuführende Arterien, Nierenarterien, Becken/Beinarterien)
  • Traumatologische Untersuchungen – alle Körperregionen
  • Diagnostik degenerativ/arthrotischer >Gelenkveränderungen – Diagnostik der Wirbelsäule

5. Einzelne Untersuchungen

  • MRT des Kopfes inklusive MR Angiographie der
    intrakraniellen Gefäße (funktionelle MRT- Perfusionsstudien,
    Diffusionsstudien – in Entwicklung)
  • MRT der Wirbelsäule inklusive MR Myelographie
  • MRT des Oberbauchs inklusive MR Cholangiographie
  • MRT des Unterbauchs und des Beckens (bei Stauung inclusive MR Urographie)
  • MRT des Thorax
  • MR Mammographie (auf Anforderung in Kombination mit der Mammographie
    und der höchstauflösenden Sonographie/Farbduplexsonographie)
  • MRT der Gelenke und Extremitäten
  • MR Angiographie inclusive 3D Rekonstruktion alle Gefäßregionen außer Herz

6. Fragebogen:

1. Sind Sie Träger eines Herzschrittmachers oder künstlicher Herzklappen? o ja o nein
2. Sind in Ihrem Körper Metallteile, insbesondere im Auge (Metallprothesen,
Gefäßclips, Insulin/ -Zytostatikapumpen, Granatsplitter, Herzklappen, Shunts)?
o ja o nein
3. Sie Sie am Kopf oder Herz operiert worden? o ja o nein
4. Tragen Sie Kontaktlinsen? Wenn ja, bitte herausnehmen! o ja o nein
5. Tagen Sie ein Hörgerät? Wenn ja, bitte herausnehmen! o ja o nein
6. Sind Sie geschminkt? Wenn ja, bitte abschminken! o ja o nein
7. Sind bei Ihnen Allergien bekannt? o ja o nein
8. Bei Frauen: Könnten Sie schwanger sein? o ja o nein

Bitte geben Sie Ihr Körpergewicht und Ihre Körpergröße ein!